Ein aktuell sehr interessantes Förderprodukt ist die Heizungsförderung für Privatpersonen (Zuschuss Nr.
458) von der KFW.
Hiermit unterstützt der Staat Privatpersonen beim Einbau einer klimafreundlichen Heizungsanlage. Je nach Voraussetzungen können Eigentümerinnen und Eigentümer einen
Zuschuss von 30 % bis zu 80 % der förderfähigen Kosten erhalten. Die Förderung soll den Umstieg auf effiziente Heizsysteme und erneuerbare Energien erleichtern. Der Zuschuss muss nicht zurückgezahlt werden.
Wer kann die Förderung beantragen?
- Private Eigentümerinnen und Eigentümer von bestehenden Ein- und Mehrfamilienhäusern.
- Eigentümerinnen und Eigentümer von Wohnungen in Wohnungseigentümergemeinschaften (WEG), sofern die entsprechenden Voraussetzungen erfüllt sind.
- Wohnungseigentümergemeinschaften für Maßnahmen am Gemeinschaftseigentum.
Das Wohngebäude muss sich in Deutschland befinden. Außerdem muss der Bauantrag beziehungsweise die Bauanzeige zum Zeitpunkt der Antragstellung mindestens fünf Jahre zurückliegen.
Welche Heizungen werden gefördert?
Gefördert werden der Kauf und Einbau förderfähiger klimafreundlicher Heizungsanlagen sowie der Anschluss an ein Gebäude- oder Wärmenetz. Dazu zählen – abhängig von den technischen und förderrechtlichen Voraussetzungen – beispielsweise Wärmepumpen, Biomasseheizungen, Solarthermieanlagen, Brennstoffzellenheizungen und bestimmte weitere förderfähige Heizsysteme.
Voraussetzung ist unter anderem, dass die Heizungsanlage die Energieeffizienz des Gebäudes beziehungsweise den Anteil erneuerbarer Energien verbessert. Auch die Optimierung des Heizungsverteilungssystems einschließlich des erforderlichen hydraulischen Abgleichs muss berücksichtigt werden.
Wie hoch ist die Förderung?
Die Förderung setzt sich aus einer Grundförderung und gegebenenfalls zusätzlichen Boni zusammen:
- 30 % Grundförderung: für förderfähige Heizungsmaßnahmen.
- Klimageschwindigkeitsbonus: für den Austausch bestimmter bestehender Heizungen in einer selbstgenutzten Haupt- oder alleinigen Wohnung. Die Höhe beträgt bei Antragstellungen unter den seit dem 21. Juli 2026 geltenden Bedingungen zunächst 16 %.
- Einkommensbonus: für selbstnutzende Eigentümerinnen und Eigentümer mit entsprechendem zu versteuerndem Haushaltsjahreseinkommen. Je nach Einkommenshöhe beträgt er 10 %, 30 % oder 40 %.
Die Boni sind an unterschiedliche Voraussetzungen gebunden. Insgesamt ist der Zuschuss auf maximal 80 % der förderfähigen Kosten begrenzt.
Welche Kosten werden berücksichtigt?
Bei einem Einfamilienhaus werden derzeit förderfähige Kosten bis zu 28.000 Euro berücksichtigt. Daraus ergibt sich bei einer Förderquote von 30 % ein Zuschuss von bis zu 8.400 Euro; bei einer Förderquote von 80 % sind es bis zu 22.400 Euro.
Bei Mehrfamilienhäusern gelten gestaffelte Kostenobergrenzen, die sich nach der Anzahl der Wohneinheiten richten. Für größere Gebäude gelten daher andere Berechnungsgrundlagen.
Wichtig: Die genannten Beträge sind Höchstwerte. Der tatsächliche Zuschuss hängt von den förderfähigen Kosten, der Art der Heizungsanlage und den persönlichen Fördervoraussetzungen ab.
Wir beraten Sie gerne und unterstützen Sie bei der Beantragung der Förderung!
Wir können nicht für die Aktualität und Vollständigkeit dieser Übersicht garantieren. Bitte vergewissern Sie sich immer vorab ob das Förderprodukt noch aktuell ist.